Bildung ist kein Konsumangebot, Bildung ist ein aktiver Prozess

Bildungsmanagement im Unternehmen ist kein asymmetrischer Prozess, ein Sachverhalt den vor allem die Verantwortlichen für Organisation uns Planung realisieren müssen. Dabei ist es nicht allein, die notwendige Passung von Angebot und Lerner herzustellen, sondern es geht auch darum, den Lerner aktiv mitgestalten zu lassen. Bildungsangebote haben allzu sehr Angebotscharakter, Der Mitarbeiter, der ebenfalls für seine Weiterentwicklung verantwortlich ist, kann sich nicht zurücklehnen und darauf warten, dass ihn irgendwann einmal ein Vorschlag erreicht. Bildungsarbeit ist von Anfang bis Ende, vom Bedarf über die Planung bis zur Durchführung ein aktiver Prozess.

Hier hat die Vergangenheit Strukturen gefestigt, die im Hinblick auf eine gemeinsame Bildungsarbeit im Unternehmen sowohl hinderlich als auch kontraproduktiv sind. Sensibilisierungsprozesse sind dagegen recht einfach zu gestalten, wenn man allein schon in der Bedarfserhebung auf eine stereotype Abfrage verzichtet und die persönlichen Wünsche der Einzelnen Ernst nimmt.

Bildungsarbeit darf jedoch nicht zum Wunschkonzert werden, realistische Zielsetzungen und ein fester Rahmen von Möglichkeiten sind eine erste Orientierung. Allerdings sollte vor der Bedarfsermittlung die Gewichtung von Stärken und Schwächen stattfinden. Anhand eines Kompetenzmodells, eins individuellen Kompetenzprofils und einer Persönlichkeitsanalyse können die Eckpunkte für eine zukunftsgerichtete wie erfolgreiche Bildungsarbeit gesetzt werden.

Selbst in diesem Ausschnitt der Bildungsarbeit ist Aktivität und Interaktivität gefordert. Denn die Profilierung von Mitarbeitern darf kein unilateraler und rein deskriptiver Prozess bleiben. Der Mitarbeiter muss die Ergebnisse reflektieren und ganz allgemein immer wieder zur Selbstreflektion aufgefordert werden. Interaktion kommt dann ins Spiel, wenn von der anderen Seite Impulse geliefert werden. Einblicke in die Fremdwahrnehmung helfen die eigene Bewertung zu hinterfragen, den eigenen Entwurf von der Persönlichkeit zu prüfen und Veränderungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Gezielt unterstützende Funktion übernimmt das Ganze, wenn gleichfalls ein strukturierter Coaching-Prozess angestoßen wird.

 

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