Von der Solidarität zum Wissenskollektiv

Ein Wissenskollektiv zu begründen, das hat wenig mit operativem Sozialismus zu tun. Die meisten Teams sind heutzutage mehr als eine zusammengewürfelte Gruppe, die To-Do-Listen abarbeiten. Daher wird man auch nicht müde, in den Unternehmen den Teamgeist zu beschwören. Angebote zur Teamentwicklung und außergewöhnliche Outdoor-Events sollen dann als flankierende Maßnahmen ihren Teil zum Teamerfolg beitragen. Doch Teamkultur ist ebenfalls Unternehmenskultur und deshalb gehört eine Atmosphäre der Solidarität, um die politische Nomenklatur weiter zu strapazieren, genauso ins Konzert der Erfolgsfaktoren. Solidarität entsteht dort, wo man sich untereinander hilft und wo man aufrichtige gemeinsame Ziele verfolgt.

Diese Art von gemeinschaftlicher Arbeit in den Unternehmen setzt selbstverständlich auf demokratische Entscheidungsprozesse. Doch darf dies nicht als unternehmerische Basisdemokratie missverstanden werden.  Wie so oft ist es der Mix aus Delegation und Mitbestimmung. In wissensintensiven Unternehmen geht es künftig nicht mehr ohne das Wissenskollektiv. Denn bei der heutigen Dynamik in vielen Entwicklungsprozessen reicht das Wissen des Einzelnen nicht mehr aus. Vielmehr muss aus der Verknüpfung von Mitarbeiterwissen neues Wissen entstehen.

 

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