Wissensvernetzung und Wissensgenerierung

Die Wissensvernetzung ist gewiss vom Prinzip her am einfachsten zu systematisieren. Schließlich geht es im Grunde genommen allein um die die Verknüpfung von Wissensobjekten. In der umfangreichsten Form ist dies die Zusammenführung von mehreren (heterogenen) Datenbanken. Die menschlichste Art und Weise besteht dagegen im Zusammentreffen von Wissensträgern. Sowohl technisches Wissensmanagement als auch das Managen des Humankapitals erfordern System und Methode, wenn der Erfolg annähernd vorhersagbar sein soll.

Obgleich das betriebliche Wissensmanagement immer für sich beanspruchen wird, zu systematisieren sowie zu strukturieren, wirken nicht selten Maßnahmen willkürlich oder aktionistisch. Ein Grund dafür kann sein, dass Grundlagen sowie Grundannahmen fehlen. Denn Systematik ist nicht nur Gestaltung der operativen Schritte. Der Gesamtprozess beginnt eben bei den Grundannahmen. Dazu gehört an erster Stelle die Definition von Wissensobjekten. Dies steht in engem Zusammenhang mit der Erfassung der Wissensformen und den darauf aufbauenden Definitionen de Wissensrepräsentationen.

Eine engere Verbindung von Mensch und Maschine zu suchen, ist aber nicht Selbstzweck, sondern auch Notwendigkeit, da in wissensintensiven Unternehmen das Filtern oder die Auswahl von Informationen sehr wichtig ist. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht können so Arbeitsprozesse verkürzt werden. Im Hinblick auf die Qualität ist es naheliegend, dass mit dem adäquaten Wissen zum richtigen Zeitpunkt der maximale Erfolg erzielt werden kann.

Filtern und Auswahl werden dabei nicht als technische Herausforderung verstanden. In Zeiten der Informationsflut muss eine Art Reizdiskriminierung betrieben werden. Auf der einen Seite verstellt ein Zuviel an Informationen den Blick auf das Wesentliche, ein anderes Mal verleitet die die Informationsvielfalt dazu, sich von der gestellten Aufgabe ablenken zu lassen.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, warum die Synergien von Mensch und Maschine immer mehr Beachtung finden müssen und die Individualisierung nachhaltig voranzutreiben ist.

(Siehe auch in der Zeitschrift wissensmanagement 04/2014)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.